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Lebenshilfe-Helfer helfen Hospiz-Helfern

Artikel aus der Lausitzer Rundschau vom 7. November 2015

Werkstätten können bei Bücher- und Medienbörse auf großzügige Spender zählen

Die Lebenshilfe Werkstätten “Hand in Hand” am Wasserwerk unterstützt den ambulanten Johanniter Hospizdienst in Guben mit einem Teil des Erlöses einer Bücherbörse, die Anfang der Woche im Haus am Wasserwerk stattfand. Etwa 300 Besucher hatten im Sportraum der Einrichtung in rund 10 000 Büchern, CD, Hörbüchern und DVD gestöbert.

“Wir sind sehr zufrieden mit dem Erlös aus der Bücherbörse und denken darüber nach, das zur Tradition werden zu lassen. Ständig bekommen wir neue Bücher aus Renovierungen oder Spenden”, erzählte Werkstattleiter Henry Dommenz. Erst kürzlich habe jemand 1000 Bücher aus seinem Privatbesitz gebracht.

Material genug für die nächste Bücherbörse, die auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder stattfinden wird. “Es gab Leute, die haben sich an diesem Tag über mehrere Stunden bei uns aufgehalten, haben hier und da in den Büchern gestöbert, aber auch die Zeit genutzt, um sich in unserem Sozialkaufhaus umzuschauen”, so Dommenz. Als Ergebnis stand ein beachtlicher Betrag aus dem Verkauf, von dem die Mitarbeiter der Lebenshilfe einen Teil gern spenden wollten. Nach guter Überlegung einigten sie sich auf den ambulanten Hospizdienst der Johanniter in Eisenhüttenstadt und Guben, dem 500 Euro zur Verfügung gestellt wurden.

Eileen Samol, Koordinatorin für ambulantes Hospiz, freute sich sehr über die Spende der Lebenshilfe. Denn ihr Hospizdienst finanziert sich über die Krankenkassen. Doch das reicht bei Weitem nicht aus. Ohne die ehrenamtliche Arbeit der mittlerweile 19 Freiwilligen wäre dieser wichtige Dienst am Menschen zum Lebensende gar nicht möglich, betont Eileen Samol. “Ich hätte nie gedacht, dass es so viel Geld ist”, sagte sie ganz gerührt bei der Scheckübergabe.

Die Spende wird für die ehrenamtliche Arbeit eingesetzt. Da geht es vor allem um Fahrkosten für die Begleitung, um Beschaffung von Literatur und Therapiespiele für die Trauerbegleitung. “Trauerarbeit wird überhaupt nicht finanziert, umso mehr freuen wir uns über diese Spende, die noch dazu aus Guben kommt”, ergänzt sie.

Der ambulante Johanniter-Hospizdienst bietet kostenlose Begleitung in den letzten Lebensmonaten, -wochen und -tagen an, aber auch psychologische Beratung und Informationen durch hauptamtliche Fachkräfte sowie Begleitung durch geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter, Begleitung der Angehörigen sowie Trauerbegleitung und palliativ-pflegerische Beratung.

Kontakt: Eileen Samol, Telefon 03364 4589375

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