Werkstatt-(Er)leben

...über die Zweigwerkstatt Guben Neues

Workshopbesuch in Cottbus Mitte

Fünf Mitarbeiter der Außenreinigung in Guben besuchten mit ihrem Gruppenleiter vom 6. – 8. April 2011 die Werkstatt Cottbus Mitte, um an einem Workshop „Malern und Tapezieren“ teilzunehmen.

Der erste Tag war geprägt von viel interessantem und theoretischem Wissen. Uns wurden neuen Werkzeuge vorgestellt, wir wurden über Gefahren aufmerksam gemacht, lernten Grundlagen kennen, wie wir uns einem Kunden gegenüber verhalten sollten und bereiteten am Ende des Tages den Raum für unsere Arbeit vor. Am tollsten fanden wir alle den großen Tapeziertisch mit beigestelltem Kleistergerät. Zwischendurch erzählten unsere beiden Kursleiterinnen Doreen und Beate viele packende Geschichten von ihren Arbeiten als Malerinnen.
Das war alles sehr, sehr spannend.

Am zweiten Tag ging es dann so richtig los….
Unsere erste Aufgabe bestand darin, den Kleister in eine richtige Qualität zu bringen. Dabei darf er nicht zu dick, aber auch nicht zu dünn sein. Als uns das gelungen war, leimten wir die Raufasertapete auf dem Tapeziertisch, auf die zuvor gemessenen 3 Meter ein. Jeder Teilnehmer durfte auf die Leiter steigen und eine Bahn an die Wand bringen. Dabei mussten wir beachten, dass die eingeleimte Tapete eine Ziehzeit von mindestens 10 Minuten erreichen soll, bevor sie geklebt wird. Doreen und Beate unterstützten uns dabei ganz gut. Sie gaben Tipps und Tricks.
Trotz der Hilfe war es gar nicht so einfach die Tapete gerade und ohne Lufteinschlüsse an die Wand zu bringen. Als Werkzeuge nutzen wir eine Tapezierbürste oder eine Rolle zum Andrücken.
Zum Feierabend war eine Wand von uns komplett verschönert worden und wir waren alle sehr stolz auf unsere geleistete Arbeit. Doch wird die Wandverkleidung auch morgen noch am Mauerwerk kleben?

Foto: privat / Malern und Tapezieren

Am nächsten und damit letzten Tag in Cottbus waren wir sehr erleichtert, dass unsere geklebten Tapeten die ganze Nacht an der Wand verbracht haben. Das war ein gutes Zeichen dafür, dass unsere geleistete Arbeit von guter Qualität war. Super!
Unsere Tagesaufgabe war, die Tapete mit Wandfarbe zu streichen. Dazu mussten wir vorher die Türen, alle Lichtschalter, die Decke und die Scheuerleisten mit einem Klebeband sorgfältig abkleben. Dadurch wird eine Verunreinigung durch die gestrichenen Farbe verhindert und somit der Arbeitsaufwand für die anschließende Reinigung minimiert. An der Decke und an der Tür war es außerdem erforderlich eine Acrylfuge zu ziehen, um eine saubere Kante zu bekommen. Da die Wand oberhalb von 1,40 Meter einen weißen Farbanstrich und unterhalb einen gelblichen Sockelanstrich bekommen sollte, war es notwendig einen waagerechten Strich zu ziehen. Dies gelang uns mit einer Schlagschnur.
Danach konnten wir endlich mit dem Streichen und Pinseln loslegen. Alle Ecken, Kanten und schwer zugänglichen Stellen strichen wir mit einem Heizkörperpinsel oder mit einer kleineren Rolle aus. Wir nannten sie Mäuserolle. Das war sehr witzig! Die großen Wandflächen strichen wir mit einer großen Rolle aus, die sich an einer Teleskopstange befand. Damit können auch kleine Personen bequem bis an die Decke gelangen. Am Tagesende wurden alle Klebestreifen von uns entfernt, das Werkzeug gesäubert und das Mobiliar eingeräumt.
Als Anerkennung erhielten alle Teilnehmer stolz ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme an diesem Workshop.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei Allen bedanken, die es uns ermöglicht haben, an diesem Weiterbildungskurs teilzunehmen. Wir haben uns alle sehr wohl dabei gefühlt und viel neues gelernt.
Ein besonderes Dankschön gilt aber Doreen und Beate, die uns an diesen lehrreichen und interessanten Tagen begleiteten und ihr fachliches Wissen mit uns geteilt haben.

Daniel Herrmann, Nico Bernickel, Gunter Schreiter, Danny Wiele, Daniel Frischmuth und Frank Machnow

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