Liebe Kolleginnen. Liebe Kollegen.
Am 9. September 2011 geht es nun endlich los! An diesem Tag startet um 13:15 Uhr unser Erlebnistag an den Neiße-Terrassen in Guben.
Unser gemeinsames Ziel ist es für alle, mit dem Schlauchboot jeweils zu sechst, auf der Neiße den Weg nach Ratzdorf wohlbehalten und möglichst ohne „Mann über Bord“ zu erreichen. Sicherheitshalber tragen alle Personen im Boot eine Schwimmweste.
Dort angelangt erwartet uns ein Transfer nach Neuzelle, der uns direkt in das Sankt Florian Stift bringen wird.
Vor Ort erleben wir eine Führung durch die Räumlichkeiten der Wohnstätte und Schule und lernen die Philosophie dieser kirchlichen Einrichtung kennen.
Anschließend werden wir mit einem ungewöhnlichen und bunten Transportmittel ganz sanft und fast lautlos durch das Dorchetal zurück nach Guben gefahren. Für Spaß ist auf dieser Heimreise garantiert gesorgt!
Am Ziel angekommen, steht uns allen zum Feierabend noch die Cocktailbar in der Frankfurter Straße offen, um diesen, für uns hoffentlich erlebnisreichen Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.
Und falls Ihr jetzt denkt: ”Hey man, wann gibt es endlich ’mal was zu essen?” Auch daran ist gedacht. Vor Abfahrt erhaltet ihr einen Verpflegungsbeutel, der mit vielen Leckereien gefüllt sein wird.
Wir möchten uns ganz herzlich bei der Geschäftsführung und Werkstattleitung dafür bedanken, dass sie diesen Erlebnistag finanziell und zeitlich unterstützt haben. Danke dafür!
Bitte habt Verständnis, dass nichtsdestotrotz für alle Teilnehmer ein Unkostenbeitrag in Höhe von 10€ bei Andrè zu entrichten ist.
Zeitplan des Erlebnistages:
| 13:15 Uhr | Abfahrt mit dem Schlauchboot |
| 16:15 Uhr | Ankunft in Ratzdorf, anschließend Bustransfer nach Neuzelle |
| 17:00 Uhr | Besichtigung & Führung durch das Sankt Florian Stift |
| 18:00 Uhr | Heimfahrt nach Guben mit …. Überraschung! |
| 19:45 Uhr | Ankunft und Feierabend in der Cocktailbar |
Zeitangaben sind Näherungswerte
Euer Organisationsteam
Doris, Ute, Stefan, André & Frank
Nachtrag:
Einige Fotos werden hier veröffentlicht, sofern eine Genehmigung aller Beteiligten erfolgt ist.
Artikel aus der Lausitzer Rundschau vom 6. Juli 2011
Guben / Zu einer einwöchigen Urlaubsreise sind am Samstagmorgen acht körperlich und geistig Beeinträchtigte mit vier Betreuern aufgebrochen. Die Lebenshilfe Guben macht dies möglich, um den jungen Erwachsenen eine Abwechslung vom Alltag und den Eltern eine Auszeit zu verschaffen.
Aufbruchstimmung herrscht am Samstagmorgen vor dem Haus der Lebenshilfe in der Bahnhofstraße. Nach und nach stapeln sich Koffer im hauseigenen Transporter. Auch drei Rollstühle müssen Platz finden.
Ziel der Urlaubsreise, eine von drei Fahrten im Jahr, ist Zielow an der Müritz. In einer Jugendherberge werden die Urlauber eine Woche Abwechslung erleben. „Man merkt richtig, wie der eine oder andere bei so einer Reise auftaut“, erzählt Heilerziehungspflegerin Jana Gräber.
Zum Beispiel der 23-jährige Patrick. Sein Vater Volkmar Nessen erzählt, dass Patrick schon mehrfach mit auf großer Fahrt mit der Lebenshilfe war. Er sei immer ganz aufgeregt, wenn es los geht. Auch die 20-jährige Maria ist immer bei den Fahrten dabei. „Die Jugendlichen werden wirklich gut betreut, da sind wir als Eltern beruhigt“, sagt ihre Mutter Ina Manteufel. Sie nutzt gemeinsam mit ihrem Mann die Zeit, um selbst in den Urlaub zu fahren und einmal Zeit für sich zu haben. „So soll es sein. Die Eltern sollen freie Zeit haben und trotzdem wissen, dass ihre Kinder in den besten Händen sind“, sagt Jana Gräber. Gute Erfahrungen hat die Einrichtung damit gemacht, für die Angehörigen behinderter Menschen diese Freiräume zu schaffen.
Beispielsweise sollen Eltern auch mal eigenen Interessen nachgehen können oder Sachen erledigen, zu denen sie nicht kommen, weil sie rund um die Uhr für ihre behinderten Kinder da sind.
Auch stunden- oder tageweise können die Eltern ihre Kinder, die meist schon junge Erwachsene sind, bei der Lebenshilfe abgeben. So gibt es viele, die tagsüber in den „Hand und Hand“-Werkstätten für Behinderte in der Kaltenborner Straße arbeiten und nachmittags die Lebenshilfe besuchen. Dort treffen sie ihre Arbeitskollegen und Freunde wieder, bevor sie von ihren Eltern abgeholt werden.
Etwa 20 Familien machen derzeit regelmäßig von diesem Angebot Gebrauch. Es könnten noch mehr sein, wünscht sich Jana Gräber.
„Die Betroffenen müssen keine Scheu haben. Die Männer und Frauen, die hier zu uns kommen, fühlen sich absolut wohl“, sagt sie. Ihre Kollegen und sie bieten regelmäßig Freizeitangebote wie Themennachmittage an, nicht zuletzt funktioniere das gut, weil man eng mit dem Fabrik-Verein zusammenarbeite.
U. Richter/utr1
Artikel aus der Lausitzer Rundschau vom 27. Juni 2011
Cottbus / So jung wie nie zuvor waren am Samstag die Gäste des Sommerfestes der Lebenshilfe. Neben Mitarbeitern, Helfern und vielen Betreuten waren zahlreiche Familien gekommen, um zu feiern, zu reden und Bekannte zu treffen.
Der blau-weißen Willkommenskette konnte am Eingang niemand entkommen. Auch wer das Partyutensil skeptisch beäugte, wurde damit in den Kreis der Feiernden aufgenommen. Auch sonst dominierten die Farben blau und weiß durch die Lebenshilfe-T-Shirts das Bad.
„Der Tag ist für viele, die in unseren Einrichtungen betreut werden eine willkommene Gelegenheit, Freunde und Bekannte zu treffen, zu reden, gemeinsam schöne Stunden zu verleben“, sagte Mitorganisator Oliver Halecka vom Verein Lebenshilfe. „Im Alltag vergeht oft einige Zeit, ehe das gelingt. Nahezu alle finden sich fast nur zum Sommerfest zusammen, dass es schon so lange gibt wie den Verein.“

Die Freiwillige Feuerwehr Sandow verhalf den Kindern zu spannenden Schlauchbootfahrten. Dafür musste natürlich die entsprechende Ausrüstung angelegt werden. Foto: rur1
Neue Trends sind trotz der langen Veranstaltungsgeschichte zu erleben. So wird das Publikum immer jünger. „Seit zwei Jahren bieten wir ambulante Hilfen für Familien mit Kindern an, bei denen es einen erhöhten Betreuungsaufwand gibt. Das trifft beispielsweise bei Mädchen und Jungen mit Behinderungen zu“, erläuterte Oliver Halecka. Auf dem weitläufigen Gelände wird dies in Gestalt vieler Kinderwagen und von Eltern mit mehreren Kindern sichtbar, die von Aktion zu Aktion schlendern.
Während anfangs in Sandow gefeiert wurde, lädt die Lebenshilfe seit einigen Jahren in das Strombad ein. Die vielen Freiflächen werden für Stände, Imbissversorgung, Spiel- und Informationsangebote und eine Bühne einschließlich des großen Zuschauerbereiches benötigt.
Am bunten Programm für die zahlreichen Zuschauer wirken auch Bands mit, die unter dem Dach der Lebenshilfe wirken. Für Stimmung sorgten etwa die Trommler der „Ostrowdrums“. Schon einige Jahre älter und bekannter ist die Band SGB IX, die regelmäßig auf Veranstaltungen, Volksfesten und Bällen aufspielt.
Es präsentierten sich auch langjährige Partner wie das Deutsche Rote Kreuz, das Ensemble „Pfiffikus“, die Spreeschule und die Sandower Feuerwehr. Während die jungen Sänger, Tänzer und Artisten das Publikum mit neuen Produktionen und Szenen aus dem Programm „Party im Zoo“ begeisterten, machten die Kameraden eine besondere Attraktion einsatzbereit. Ausstaffiert wie Hochseefischer bereiteten sie ein Schlauchboot im Schwimmbecken vor und halfen unermüdlich Kindern, eine Runde zu paddeln.
„Hier können die Eltern ebenso wie die Kinder bei guter Stimmung viel erleben. Es ist toll, was die Cottbuser Lebenshilfe wieder auf die Beine gestellt hat“, freute sich Angela Martin angesichts des Trubels.
Zum Thema:
Die Jugendhilfe wirkt als Elternvereinigung, Fachverband und sozialer Dienstleister für Menschen mit Behinderungen und Familien mit besonderem Hilfebedarf. Sie fördert und unterstützt Menschen mit Behinderung, Jugendliche und Familien. Dem dienen Wohn- und Freizeitangebote, Pflegedienst, Einzelfall- und Erziehungshilfen.
Von Ronald Ufer
Die Fotos des Sportfestes vom 17. Juni 2011 sind hier zu sehen. Klick

Viele bunte Fotos....
Zeitungsartikel aus der Lausitzer Rundschau vom 17. Juni 2011
Guben / Der Wunsch nach Selbstständigkeit war der Grund, warum die geistig behinderte Yvonne Kaehler in eine betreute Wohngruppe zog. Seit zehn Jahren lebt die 36-Jährige nun in der Einrichtung des Vereins Gubener Lebenshilfe.

Yvonne Kaehler (l.) bekommt von Betreuerin Karin Trommer Taschengeld ausgezahlt. Foto: Doreen Hotzan
Das Zimmer von Yvonne Kaehler ist hell und geräumig. Neben einem Bett gehören ein Schreibtisch, eine Couchgarnitur, ein Kleiderschrank und eine Schrankwand zur Ausstattung. Über dem Fernseher in der Schrankwand stehen unzählige Delfinfiguren. „Ich sammele die“, erzählt Yvonne Kaehler.
Seit zehn Jahren lebt die geistig Behinderte in der betreuten Wohngruppe des Vereines Lebenshilfe Guben in der Bahnhofstraße 5. Die Einrichtung gibt es seit 2001. Mit 20 Jahren zog die heute 36-Jährige bei ihren Eltern aus. „Ich wollte immer selbstständig sein“, betont Kaehler. Das kann sie in der Einrichtung ausleben. Fünf Tage die Woche arbeitet sie von 7.15 bis 14.45 Uhr in der Küche der Lebenshilfe Werkstätten Hand in Hand. In der Wohngruppe ist sie selbst für die Reinigung ihres Zimmers verantwortlich. Alle vier Wochen hat sie Küchendienst. Dazu gehört das Erstellen eines Essenplanes, das Einkaufen oder der Tischdienst. Neben Yvonne Kaehler wohnen noch sieben weitere Personen, darunter drei Männer, in der Wohngruppe. „Sie teilen sich zu zweit ein Bad und zu viert eine Küche“, erklärt Karin Trommer. Die 63-Jährige leitet seit acht Jahren das betreute Wohnen. Neben ihr kümmern sich zwei weitere Betreuer um die Bewohner. „Überwiegend beschäftigen sich die Bewohner alleine“, so Trommer. Doch auch gemeinsame Aktivitäten stehen auf dem Freizeitprogramm. Einmal im Jahr wird in den Urlaub gefahren. Dieses Jahr geht es vom 19. bis 26. Juni nach Klingenthal. Darauf freut sich Yvonne Kaehler. Ihr roter Koffer ist fast fertig gepackt.
Zum Thema:
Neben der betreuten Wohngruppe bietet der Verein Gubener Lebenshilfe noch folgende Angebote:
Wohnstätte für geistig behinderte Menschen
- Ambulant betreutes Wohnen
- Familien entlastender Dienst
- Frühförder- und Beratungsstelle
- Integrationstagesstätte Regenbogen.
Von Doreen Hotzan
